Allradantrieb
Kurzdefinition
Antriebsart, bei der die Motorkraft dauerhaft oder bei Bedarf auf alle vier Räder verteilt wird.
Erklärung
Beim Allradantrieb werden alle Räder eines Fahrzeugs angetrieben. Man unterscheidet permanente Systeme, die ständig beide Achsen versorgen, und zuschaltbare oder automatisch wirkende Systeme, die die zweite Achse nur bei Bedarf einbinden. Bei Elektroautos entsteht Allradantrieb häufig durch je einen Motor an Vorder- und Hinterachse.
Der Vorteil liegt in besserer Traktion auf nassem, verschneitem oder losem Untergrund sowie beim Beschleunigen mit hoher Leistung. Gerade leistungsstarke Limousinen nutzen Allradantrieb, um ihre Kraft verlustarm auf die Straße zu bringen.
Nachteile sind höheres Gewicht, zusätzlicher Bauaufwand und meist ein etwas höherer Verbrauch. Die Hersteller verwenden eigene Markennamen, etwa quattro bei Audi, xDrive bei BMW oder 4MATIC bei Mercedes-Benz. Allradantrieb verkürzt den Bremsweg nicht, da beim Bremsen ohnehin alle Räder verzögern.
Beispiel
Eine Limousine mit 4MATIC kommt im Winter auf verschneiten Steigungen leichter voran. Der Bremsweg auf Eis bleibt aber ähnlich lang.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
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