Hinterradantrieb
Kurzdefinition
Antriebsart, bei der die Motorkraft ausschließlich auf die Räder der Hinterachse übertragen wird.
Erklärung
Beim Hinterradantrieb treiben nur die Hinterräder das Fahrzeug an, während die Vorderräder ausschließlich lenken. Klassisch ist die Kombination aus vorn längs eingebautem Motor, Getriebe und Kardanwelle zur Hinterachse. Es gibt aber auch Heck- und Mittelmotorkonzepte sowie Elektroautos mit Motor an der Hinterachse.
Die Trennung von Lenkung und Antrieb gilt als Vorteil für Lenkpräzision und Fahrdynamik. Zudem lässt sich das Gewicht oft gleichmäßiger auf beide Achsen verteilen. Bei Limousinen der Oberklasse und oberen Mittelklasse ist der Hinterradantrieb deshalb traditionell verbreitet.
Nachteile zeigen sich bei Glätte, da die Antriebsräder weniger belastet sein können und das Heck leichter ausbricht. Moderne Fahrdynamikregelungen gleichen dies weitgehend aus. Der Kardantunnel kann zudem den Platz in der Mitte des Fonds einschränken.
Beispiel
Viele Modelle von BMW und Mercedes-Benz sind traditionell mit Hinterradantrieb ausgelegt. Allrad gibt es meist gegen Aufpreis.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
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