Lexikon rund um die Limousine
Karosserie, Antrieb, Maße, Miete und Recht: Fachbegriffe einfach erklärt.
Abmessungen
Nach einer Norm des Verbands der Automobilindustrie mit genormten Quadern ermitteltes Gepäckraumvolumen in Litern.
Masse des fahrbereiten Fahrzeugs ohne Zuladung, nach EU-Regeln meist inklusive Fahrer, Betriebsstoffen und teilgefülltem Tank.
Abstand zwischen der Mitte der Vorderräder und der Mitte der Hinterräder, gemessen in Längsrichtung.
Abstand zwischen den Mitten der Räder einer Achse, getrennt für Vorder- und Hinterachse angegeben.
Höchstmasse, die ein Fahrzeug einschließlich Insassen und Ladung laut Zulassung erreichen darf.
Teil der Karosserie, der vor der Vorderachse oder hinter der Hinterachse über die Räder hinausragt.
Antrieb
Antriebsart, bei der die Motorkraft dauerhaft oder bei Bedarf auf alle vier Räder verteilt wird.
Maß für die Drehkraft eines Motors, angegeben in Newtonmeter; bestimmt maßgeblich das Beschleunigungsvermögen.
Antriebsart, bei der die Vorderräder sowohl lenken als auch die Motorkraft auf die Straße bringen.
Antriebsart, bei der die Motorkraft ausschließlich auf die Räder der Hinterachse übertragen wird.
Summe der Volumina, die die Kolben eines Verbrennungsmotors zwischen unterem und oberem Totpunkt verdrängen.
Hybridfahrzeug mit Verbrennungs- und Elektromotor, dessen Akku sich zusätzlich extern an der Steckdose laden lässt.
Hybridantrieb, der kurze Strecken rein elektrisch fahren kann, dessen Akku aber nur während der Fahrt geladen wird.
Einheiten für die Motorleistung; das Kilowatt ist die gesetzliche Einheit, PS ist eine traditionelle Angabe (1 PS ≈ 0,735 kW).
Geschichte
Gesamtheit der Fahrzeuge einer Modellgeneration, die auf derselben technischen Grundkonstruktion beruhen.
Überarbeitung eines Modells während seiner Bauzeit, meist mit geänderter Optik und aktualisierter Technik.
Handwerksbetrieb oder Unternehmen, das Fahrzeugaufbauten fertigt, umbaut oder instand setzt.
Karosserie
Heckform, bei der die Dachlinie ohne Stufe in einem langen, flachen Bogen bis zum Fahrzeugende ausläuft.
Limousine, bei der sich das Dach nur über dem Fondbereich öffnen lässt, während der Fahrerplatz geschlossen bleibt.
Werkseitig verlängerte Variante eines Modells, meist mit größerem Radstand und mehr Platz im Fond.
Geschlossener Pkw mit festem Dach, meist vier Türen und einem vom Innenraum getrennten oder klar abgesetzten Kofferraum.
Bezeichnung für eine besonders lange, oft werkseitig gebaute Repräsentationslimousine mit großem Fond und mitunter Trennwand.
Karosserieform mit steil abfallendem Heck und großer Heckklappe, die zusammen mit der Heckscheibe öffnet.
Nachträglich verlängerte Limousine mit stark vergrößertem Fondbereich, meist für Chauffeur- und Eventfahrten.
Karosserieform, bei der der Kofferraum als deutlich abgesetzte Stufe hinter der Heckscheibe liegt.
Limousine mit flach abfallender, coupéartiger Dachlinie und vier Türen, oft mit Fließheck.
Miete und Recht
Berufsfahrer, der Personen im Auftrag mit einem Pkw befördert, häufig in einer Limousine.
Fahrzeug, das ein Arbeitgeber Beschäftigten für dienstliche und oft auch private Fahrten zur Verfügung stellt.
Fahrzeugmiete, bei der das Auto an einer anderen Station zurückgegeben wird als an der Abholstation.
Kennzeichen für Oldtimer, die mindestens 30 Jahre alt und weitgehend im Originalzustand sind; der Buchstabe H steht hinter der Zahl.
In Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Versicherung für Schäden, die mit dem Fahrzeug anderen zugefügt werden.
Sicherheitsleistung, die bei Fahrzeugmiete hinterlegt oder auf der Kreditkarte geblockt wird.
Genehmigungspflichtige gewerbliche Personenbeförderung mit Pkw und Fahrer nach dem Personenbeförderungsgesetz, abzugrenzen vom Taxi.
Umgangssprachlich für die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, die für entgeltliche Fahrten etwa mit Taxi oder Mietwagen nötig ist.
Kennzeichen, mit dem ein Fahrzeug nur in einem festgelegten Zeitraum von zwei bis elf Monaten im Jahr zugelassen ist.
Betrag, den Versicherte oder Mieter bei einem Schaden selbst tragen, bevor die Versicherung den Rest übernimmt.
Kfz-Versicherung, die zusätzlich zur Teilkasko auch selbst verschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug und Vandalismus abdeckt.
Amtliches Fahrzeugdokument, früher Fahrzeugschein, das im Fahrzeug mitzuführen ist und die wichtigsten technischen Daten enthält.
Technik
Einteilung von Pkw in Größen- und Marktklassen, etwa nach den KBA-Segmenten oder den europäischen Buchstaben A bis F.
Fahrzeugsegment zwischen Kleinwagen und Mittelklasse, im europäischen Schema C, dominiert von Schrägheckmodellen.
Separater Fahrzeugrahmen aus zwei Längsträgern mit Querverbindungen, auf den die Karosserie gesetzt wird.
Fahrzeugsegment zwischen Kompaktklasse und oberer Mittelklasse, im europäischen Schema D, mit vielen klassischen Limousinen.
Höchstes klassisches Pkw-Segment mit großen, komfortabel und aufwendig ausgestatteten Limousinen, im europäischen Schema F.
Gemeinsame technische Basis aus Bodengruppe, Achsen und Antriebskomponenten, auf der mehrere Modelle aufbauen.
Strecke, die ein Fahrzeug mit einer Tankfüllung oder einer Akkuladung zurücklegen kann.
Bauweise, bei der die Karosserie selbst die tragende Struktur bildet und kein separater Rahmen nötig ist.
Werkseitige oder nachträgliche Panzerung von Fahrzeugen zum Schutz der Insassen vor Beschuss und Sprengwirkung.
Interne Hersteller-Kennung einer Baureihe oder Karosserievariante, etwa W 223 bei Mercedes-Benz oder G70 bei BMW.
Weltweit harmonisiertes Prüfverfahren zur Ermittlung von Verbrauch, CO2-Ausstoß und elektrischer Reichweite neuer Pkw.
Dimensionsloser Strömungswiderstandskoeffizient, der angibt, wie windschlüpfig eine Karosserieform ist.