Selbsttragende Karosserie
Kurzdefinition
Bauweise, bei der die Karosserie selbst die tragende Struktur bildet und kein separater Rahmen nötig ist.
Erklärung
Bei der selbsttragenden Karosserie übernimmt der Aufbau selbst alle tragenden Aufgaben. Bodengruppe, Säulen, Dach und Seitenwände sind fest miteinander verbunden und bilden eine stabile Einheit, an der Motor, Achsen und Fahrwerk befestigt werden. Ein separater Rahmen wie beim Leiterrahmen entfällt.
Diese Bauweise spart Gewicht, ermöglicht eine niedrigere Bauhöhe und lässt sich in der Großserie effizient fertigen. Zudem können gezielt Knautschzonen eingeplant werden, die bei einem Unfall Energie aufnehmen und die Fahrgastzelle schützen.
Nach Vorläufern in den 1920er- und 1930er-Jahren, unter anderem beim Lancia Lambda, setzte sich die selbsttragende Bauweise nach dem Zweiten Weltkrieg bei Pkw weitgehend durch. Nahezu alle heutigen Limousinen sind selbsttragend aufgebaut. Für Umbauten wie Stretchlimousinen bedeutet das, dass beim Verlängern die tragende Struktur sorgfältig verstärkt werden muss.
Beispiel
Eine moderne Mittelklasselimousine hat keinen separaten Rahmen. Ihre Karosserie trägt Motor und Fahrwerk selbst.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
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